Urlaubseindrücke …
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… aus dem Valle Sagrado de los Incas …
Und was den letzten Nachfolgern präkolumbia
nischer Kulturen in diesem Landstrich heilig war, sollte uns nicht egal sein, bergen doch deren Zeugnisse gemeinsam mit den An- und Aufforderungen der Landschaft durchaus die Gefahr, aus einem Aktiv- einen HYPERaktivurlaub werden zu lassen.
Nicht ohne Grund haben wir bei der Wahl unseres Urlaubsziels nach dem Trubel am und um den Machu Picchu das nahezu touristenfreie Städtchen URUBAMBA dem lebhafteren, kleineren Ort Ollantaytambo vorgezogen. So logieren wir als einzige Gäste in einem palastartigen Zimmer einer Familienpension einen Steinwurf weit von der Plaza. Die Wirtsleut’ geben sich alle erdenkliche Mühe mit uns, die Tante Emmas, die Mototaxifahrer und die Restaurantbesitzer auch …
Einen Sol per pax (25 Cent) im Colectivo (ca. 25 km) von Ollanta entfernt
genießen wir bereits nachmittags die abendliche Ruhe und machen uns morgens wieder auf den Weg zu Ruinen und/oder Landschaft, „Berufs“pendler im Urlaub eben …
Die Ruinen von OLLANTAYTAMBO vermitteln sehr viel stärker den Eindruck einer Festung als Machu Picchu. Ihre ausgebauten Terrassen setzen sich entlang der Hänge jenseits der mächtigen Mauern bis weit in die Seitentäler fort. Auch wenn landwirtschaftlich nicht mehr genutzt, sind sie dank des vor achthundert Jahren ausgeklügelten Be- und vor allem Entwässerungssystems gut erhalten und werden zumindest den Unbilden der Natur noch eine Weile trotzen.
Dem Ort selbst sieht man das städtebauliche
Konzept der Inkas deutlich an, bilden doch die Außenmauern der ehemaligen Straßenblocks so gut wie alle die Grundmauern der heutigen Gebäude – die Führung der Gassen ist unverändert geblieben, so wie in vielen Kernen mittelalterlicher Städte Europas.
Den Sonntagsmarkt in WILLOQ besuchten während unseres Herumstromerns gerade mal noch fünf weitere Ausländer (US subjects peruanischer Herkunft nicht eingerechnet …). Aus den verstreut liegenden Weilern und einzelnen Häusern „strömten“ Kind und Kegel herbei, um eigene Erzeugnisse gegen all das einzutauschen, was selbst nicht hergestellt werden kann, vornehmlich Salz, Öl, Toilettenartikel, synthetische Fasern. Tja, und dann ist da noch die chicha, die aus großen Bechern und reichlich genossen wird …
So fremd und nüchtern wir auch waren, die Einheimischen nahmen (es) uns nicht krumm, sondern uns interessiert wahr. Wir „mussten auch nichts kaufen“; es war O.K., wenn wir uns einfach wo dazu setzten. An diesem Ort liefen Tratsch und Informationsaustausch mit uns über die youngsters, die verstanden nämlich Spanisch, ihre Eltern ausschließlich Quetschua …
Eine Viertelstunde Überlandbus (ohne Klassifikation) und paar Taximinuten von Urubamba entfernt liegt MORAY, eine landwirtschaftliche Versuchsanstalt der Inkas. Windgeschützt, ganztägig der Sonne
– oder dem Mond – ausgesetzt und höchst kontrolliert bewässert, waren wohl die Temperaturen in Höhe der unterschiedlichen Terrassenebenen die einzigen vaiablen Parameter. Optimierung der Produktion bereits vor dem Eingreifen der Europäer - klingt doch fast schon wieder vielversprechend für die Zukunft …
Gut dreihundert Höhenmeter tiefer und reichlich sechs Kilometer entfernt tritt unterhalb der Ortschaft MARAS Wasser aus dem Berg, hinter dessen Salzgehalt sich die Nordsee verstecken kann. Angeblich wussten bereits die Inkas gut damit umzugehen, zuzutrauen ist es ihnen, verbürgt angeblich auch.
Heutzutage rackern sich einige Menschen während der „Trockenzeit“ damit ab, das „weiße Gold“, das auch nicht mehr so glänzt wie früher, in heimischen Gefilden (z.B. auf dem Sonntagsmarkt in Willoq) los zu werden. Importprodukte aus Übersee sind qualitativ besser, weil reiner und von den hiesigen Großverbrauchern stärker gefragt …
Es wäre vermessen, die handwerklich künstlerischen Produkte aus Natur- oder Kunstfasern, die sorgsam bearbeiteten Früchte des Feldes, das angebotene Steingut, -zeug, die Steine an sich sowie die unterschiedlichen in Form gebrachten Hölzer generell als Andenkenkitsch abzuqualifizieren. Es findet sich jedoch recht viel desgleichen unter gewiss einigen sehr schönen und edlen
Stücken auf der Feria Artisanal, die an drei Tagen der Woche die an und für sich recht nette Plaza de la Constitution in PISAQ in eine Plastikplanenarena verwandelt, die auch so manchem weit gereisten Menschen einen Tunnelblick aufzwingt … Fehlten noch die Geldwechsler und Wucherer und der Zimmermann von vor 2000 Jahren hätte vor dem Haus seines Vaters jede Menge aufzuräumen …
So bleibt uns vom Städtchen eher der höchst angenehme Blick „von oben“ in Erinnerung - und die Vorstellung, wie angenehm es auf uns gewirkt hätte, wären wir an einem marktfreien Tag dort gewesen.
Die Ruinen allerdings haben sich nicht nur ob des anstrengenden Aufstiegs über die Treppen durch die Terrassen eingeprägt. Die Anlage mit ihren Bastionen und den deutlich auseinanderliegenden verschiedenen „Ortsteilen“ ist so völlig anders als alle bisher erlebten Städte und Stätten der Inkas ….jpg)
Beeindruckend auch die alten Gräber (angeblich 9000 an der Zahl), die talwärts in die senkrechte Wand eines Bachufers geschlagen und deren Öffnungen dann mit Lehmziegeln zugemauert worden waren. Kein Grab allerdings, dass nicht schon längst geöffnet worden wäre und uns während des Abstiegs zurück zu den Plastikplanen an der EWIGEN Ruhe hätte zweifeln lassen …
(Fotos zum Stadtbild von Ollanta)
(mehr Fotos zu Ollantaytambo)
(wikipedia zu Ollantaytambo)
(mehr Fotos zum Sonntagsmarkt in Willoq)
(mehr Fotos zu Moray)
(Fotos zu den Salinen von Maras)
(mehr Fotos zu Pisaq)
(wikipedia zu Pisaq)
(Fotos zu Chinchero)
… aus dem Valle Sagrado de los Incas …
Und was den letzten Nachfolgern präkolumbia
nischer Kulturen in diesem Landstrich heilig war, sollte uns nicht egal sein, bergen doch deren Zeugnisse gemeinsam mit den An- und Aufforderungen der Landschaft durchaus die Gefahr, aus einem Aktiv- einen HYPERaktivurlaub werden zu lassen.Nicht ohne Grund haben wir bei der Wahl unseres Urlaubsziels nach dem Trubel am und um den Machu Picchu das nahezu touristenfreie Städtchen URUBAMBA dem lebhafteren, kleineren Ort Ollantaytambo vorgezogen. So logieren wir als einzige Gäste in einem palastartigen Zimmer einer Familienpension einen Steinwurf weit von der Plaza. Die Wirtsleut’ geben sich alle erdenkliche Mühe mit uns, die Tante Emmas, die Mototaxifahrer und die Restaurantbesitzer auch …
Einen Sol per pax (25 Cent) im Colectivo (ca. 25 km) von Ollanta entfernt
genießen wir bereits nachmittags die abendliche Ruhe und machen uns morgens wieder auf den Weg zu Ruinen und/oder Landschaft, „Berufs“pendler im Urlaub eben …Die Ruinen von OLLANTAYTAMBO vermitteln sehr viel stärker den Eindruck einer Festung als Machu Picchu. Ihre ausgebauten Terrassen setzen sich entlang der Hänge jenseits der mächtigen Mauern bis weit in die Seitentäler fort. Auch wenn landwirtschaftlich nicht mehr genutzt, sind sie dank des vor achthundert Jahren ausgeklügelten Be- und vor allem Entwässerungssystems gut erhalten und werden zumindest den Unbilden der Natur noch eine Weile trotzen.
Dem Ort selbst sieht man das städtebauliche
Konzept der Inkas deutlich an, bilden doch die Außenmauern der ehemaligen Straßenblocks so gut wie alle die Grundmauern der heutigen Gebäude – die Führung der Gassen ist unverändert geblieben, so wie in vielen Kernen mittelalterlicher Städte Europas.Den Sonntagsmarkt in WILLOQ besuchten während unseres Herumstromerns gerade mal noch fünf weitere Ausländer (US subjects peruanischer Herkunft nicht eingerechnet …). Aus den verstreut liegenden Weilern und einzelnen Häusern „strömten“ Kind und Kegel herbei, um eigene Erzeugnisse gegen all das einzutauschen, was selbst nicht hergestellt werden kann, vornehmlich Salz, Öl, Toilettenartikel, synthetische Fasern. Tja, und dann ist da noch die chicha, die aus großen Bechern und reichlich genossen wird …
So fremd und nüchtern wir auch waren, die Einheimischen nahmen (es) uns nicht krumm, sondern uns interessiert wahr. Wir „mussten auch nichts kaufen“; es war O.K., wenn wir uns einfach wo dazu setzten. An diesem Ort liefen Tratsch und Informationsaustausch mit uns über die youngsters, die verstanden nämlich Spanisch, ihre Eltern ausschließlich Quetschua …Eine Viertelstunde Überlandbus (ohne Klassifikation) und paar Taximinuten von Urubamba entfernt liegt MORAY, eine landwirtschaftliche Versuchsanstalt der Inkas. Windgeschützt, ganztägig der Sonne
– oder dem Mond – ausgesetzt und höchst kontrolliert bewässert, waren wohl die Temperaturen in Höhe der unterschiedlichen Terrassenebenen die einzigen vaiablen Parameter. Optimierung der Produktion bereits vor dem Eingreifen der Europäer - klingt doch fast schon wieder vielversprechend für die Zukunft …Gut dreihundert Höhenmeter tiefer und reichlich sechs Kilometer entfernt tritt unterhalb der Ortschaft MARAS Wasser aus dem Berg, hinter dessen Salzgehalt sich die Nordsee verstecken kann. Angeblich wussten bereits die Inkas gut damit umzugehen, zuzutrauen ist es ihnen, verbürgt angeblich auch.
Heutzutage rackern sich einige Menschen während der „Trockenzeit“ damit ab, das „weiße Gold“, das auch nicht mehr so glänzt wie früher, in heimischen Gefilden (z.B. auf dem Sonntagsmarkt in Willoq) los zu werden. Importprodukte aus Übersee sind qualitativ besser, weil reiner und von den hiesigen Großverbrauchern stärker gefragt …Es wäre vermessen, die handwerklich künstlerischen Produkte aus Natur- oder Kunstfasern, die sorgsam bearbeiteten Früchte des Feldes, das angebotene Steingut, -zeug, die Steine an sich sowie die unterschiedlichen in Form gebrachten Hölzer generell als Andenkenkitsch abzuqualifizieren. Es findet sich jedoch recht viel desgleichen unter gewiss einigen sehr schönen und edlen
Stücken auf der Feria Artisanal, die an drei Tagen der Woche die an und für sich recht nette Plaza de la Constitution in PISAQ in eine Plastikplanenarena verwandelt, die auch so manchem weit gereisten Menschen einen Tunnelblick aufzwingt … Fehlten noch die Geldwechsler und Wucherer und der Zimmermann von vor 2000 Jahren hätte vor dem Haus seines Vaters jede Menge aufzuräumen …So bleibt uns vom Städtchen eher der höchst angenehme Blick „von oben“ in Erinnerung - und die Vorstellung, wie angenehm es auf uns gewirkt hätte, wären wir an einem marktfreien Tag dort gewesen.
Die Ruinen allerdings haben sich nicht nur ob des anstrengenden Aufstiegs über die Treppen durch die Terrassen eingeprägt. Die Anlage mit ihren Bastionen und den deutlich auseinanderliegenden verschiedenen „Ortsteilen“ ist so völlig anders als alle bisher erlebten Städte und Stätten der Inkas …
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Beeindruckend auch die alten Gräber (angeblich 9000 an der Zahl), die talwärts in die senkrechte Wand eines Bachufers geschlagen und deren Öffnungen dann mit Lehmziegeln zugemauert worden waren. Kein Grab allerdings, dass nicht schon längst geöffnet worden wäre und uns während des Abstiegs zurück zu den Plastikplanen an der EWIGEN Ruhe hätte zweifeln lassen …
(Fotos zum Stadtbild von Ollanta)
(mehr Fotos zu Ollantaytambo)
(wikipedia zu Ollantaytambo)
(mehr Fotos zum Sonntagsmarkt in Willoq)
(mehr Fotos zu Moray)
(Fotos zu den Salinen von Maras)
(mehr Fotos zu Pisaq)
(wikipedia zu Pisaq)
(Fotos zu Chinchero)