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Mittwoch, August 01, 2007

Annäherung ...

… an die Wirklichkeit – oder „Das Verlassen des Paradieses“ …
Nach paar netten Stunden unter netten Menschen am Flughafen in CROWN POINT, Tobago wurde es in PIARCA auf Trinidad gleich etwas schwüler. Auch die Taxifahrer waren hier deutlich anders drauf und schoben sich gegenseitig unsere Fuhre zu, die ihnen nicht weit genug erschien. Endlich erbarmte sich jemand; vielleicht wurde er auch nur von den Kollegen ausgeguckt.
Es fiel ihm unsäglich schwer, auf die Idee zu kommen, Barbaras Reisetasche in den Kofferraum zu hieven – wer schwitzt schon gerne für 10 US$? Er schaffte es …
Auf diesen Gnadenerweis folgte ein weiterer: Nach etwa einem Kilometer Fahrt floss der Verkehr etwas zäher, kein Stau wohlgemerkt. Und unser Inder (oder ist das jetzt rassistisch?) jammerte von traffic jam und dass er zum Airport zurückkehren müsse, damit wir vom Hotelservice abgeholt würden. Schließlich habe er keine Zeit im Stau zu stehen und was sein Manager wohl zu der Verzögerung sage etc.
Ob auch seine Landsleute immer an ihren Ausgangspunkt zurückgebracht würden, wenn sich paar Autos langsamer bewegten, fragte ich - und fügte hinzu, dass es auch auf Tobago vom Flughafen in Richtung town traffic jam gäbe, doch hätte ich noch keinen Taxifahrer getroffen, der mich deswegen zurückbringen wollte …
Nach dem Grund des „starken Verkehrsaufkommens“ befragt, führte unser Kutscher den public holiday an, vor dem alle ihre letzten Hamsterkäufe tätigten “You know, the Africans are celebrating their Emancipation Day, the end of the slavery“. Womit er nicht Unrecht hat, doch sollte es der NATIONALfeiertag sein – für etwa 53 % der Bevölkerung Trinidads und gut 97 % der Tobagos. Unser 3. Oktober etwa???

Jedenfalls sind wir im Airport View Inn angekommen, seeeehr viel bescheidener als unser Haus in Charlotteville – es soll ja auch nur für eine Nacht sein.

Deutlich fällt auf, dass die Menschen, mit denen wir hier zu tun haben, sehr viel distanzierter, am Geschäftlichen orientiert und darauf fixiert erscheinen. Die Herzlichkeit und die Lockerheit spüren wir nicht. Es geht alles sehr korrekt zu, nicht mehr …

Das heißt, im Hard Rock, nee, nee, Pup, nicht Café, ging’s gewohnt locker zu, vor allem an den afrikanisch besetzten Tischen. Auch die Inder amüsierten sich köstlich – und damit sind wir der Teilung (oder gar Spaltung) der Gesellschaft touristisch auf den Leim gegangen – oder …