Zeit ...
The bus is coming …
… niemand hat hinzugefügt SOON oder IN FIVE MINUTES, nicht einmal TODAY.
So mag es denn vorkommen, dass an einem Samstagmorgen vier gewitzte Touristen pünktlich um 8:17 Uhr an der Bushaltestelle stehen und auf das öffentliche Transportmittel warten, das täglich pünktlich zwischen 8:25 Uhr und 9:15 Uhr (bisher beobachtete mögliche Abfahrtszeiten …) Menschen nach Scarborough bringt. Die Touristen warten auch nicht alleine; einige locals sitzen bereits auf der Bank, was vermuten lässt, dass der öffentliche Nahverkehr nicht bereits zu einer bisher noch nicht beobachteten Unzeit von z.B. 8:10 Uhr aufgebrochen ist.
Die einheimischen Mitfahrer tauchen gewöhnlich recht zeitig an der Haltestelle auf, nicht nur um rechtzeitig dort zu warten, sondern um all den wichtigen Tratsch nicht zu verpassen, der zwischen dem Absterben der heißen Rhythmen in der Musik verwaltenden Bar und der Abfahrt des Busses aufgelaufen ist. Außerdem gibt’s jede Menge zu sehen: die Jungs vom Sägewerk, die sich am Strand mit einem dicken Brett abplagen, der frühe Fischer, der (ohne Wurm) einen kapitalen Kingfish in die genossenschaftliche Halle schleppt, das Heineken-Stilleben (zwölf kleine und fünf große Flaschen), von alkoholbeseelten Künstlern documentagerecht auf einer Steinbank arrangiert (Beuss wäre vor Neid blass wie sein Stück Butter geworden), die Nachbarinnen, die auch den Ort für einen Tag verlassen, eine schicker gekleidet als die andere, die vom morgendlichen Familienbad im Meer vor Jahren in die USA emigrierten ehemaligen Nachbarn, die anlässlich der Heritage zu Besuch bei der Verwandtschaft im Heimatort weilen, mittlerweile ebenfalls in die Jahre gekommen, doch irgendwie arriviert ohne überheblich geworden zu sein, und mit denen nicht nur Trauerfälle, Hochzeiten und alte Erinnerungen auszutauschen sind – und die vier Touristen, die bereits seit fast zwei Wochen zum Bild gehören.
Diese Viererbande beobachtet, während die Zeit vergeht, wie weitere
Bus-fahrende herbei schlendern und stellt fest, wie nach und nach der ein oder die andere von dem einen oder anderen Privatwagen aufgelesen und hinweg kutschiert wird, erst der amtlich aussehende ältere Herr, dann die durchgestylten Jeansträgerinnen, später ein Herrenhandtäschchen tragende Mensch und schließlich das Triumphirat der drei Strandfegerladies.
Als letztendlich nur noch der Regen und kein Bus mehr kommt, ersterer ebenso sicher wie letzterer und von der Uhrzeit her ähnlich unvorhersehbar wie letzterer, beenden vier gewitzte Touristen ihre sightseeing Tour, besorgen die Vorräte für den Tag und freuen sich über all die TTs, die sie gespart haben, weil kein Bus sie zum "birdwatching & snorkeling" nach SPEYSIDE befördert hat …
(Fotos zu Alltag)
… niemand hat hinzugefügt SOON oder IN FIVE MINUTES, nicht einmal TODAY.
So mag es denn vorkommen, dass an einem Samstagmorgen vier gewitzte Touristen pünktlich um 8:17 Uhr an der Bushaltestelle stehen und auf das öffentliche Transportmittel warten, das täglich pünktlich zwischen 8:25 Uhr und 9:15 Uhr (bisher beobachtete mögliche Abfahrtszeiten …) Menschen nach Scarborough bringt. Die Touristen warten auch nicht alleine; einige locals sitzen bereits auf der Bank, was vermuten lässt, dass der öffentliche Nahverkehr nicht bereits zu einer bisher noch nicht beobachteten Unzeit von z.B. 8:10 Uhr aufgebrochen ist.
Die einheimischen Mitfahrer tauchen gewöhnlich recht zeitig an der Haltestelle auf, nicht nur um rechtzeitig dort zu warten, sondern um all den wichtigen Tratsch nicht zu verpassen, der zwischen dem Absterben der heißen Rhythmen in der Musik verwaltenden Bar und der Abfahrt des Busses aufgelaufen ist. Außerdem gibt’s jede Menge zu sehen: die Jungs vom Sägewerk, die sich am Strand mit einem dicken Brett abplagen, der frühe Fischer, der (ohne Wurm) einen kapitalen Kingfish in die genossenschaftliche Halle schleppt, das Heineken-Stilleben (zwölf kleine und fünf große Flaschen), von alkoholbeseelten Künstlern documentagerecht auf einer Steinbank arrangiert (Beuss wäre vor Neid blass wie sein Stück Butter geworden), die Nachbarinnen, die auch den Ort für einen Tag verlassen, eine schicker gekleidet als die andere, die vom morgendlichen Familienbad im Meer vor Jahren in die USA emigrierten ehemaligen Nachbarn, die anlässlich der Heritage zu Besuch bei der Verwandtschaft im Heimatort weilen, mittlerweile ebenfalls in die Jahre gekommen, doch irgendwie arriviert ohne überheblich geworden zu sein, und mit denen nicht nur Trauerfälle, Hochzeiten und alte Erinnerungen auszutauschen sind – und die vier Touristen, die bereits seit fast zwei Wochen zum Bild gehören.Diese Viererbande beobachtet, während die Zeit vergeht, wie weitere
Bus-fahrende herbei schlendern und stellt fest, wie nach und nach der ein oder die andere von dem einen oder anderen Privatwagen aufgelesen und hinweg kutschiert wird, erst der amtlich aussehende ältere Herr, dann die durchgestylten Jeansträgerinnen, später ein Herrenhandtäschchen tragende Mensch und schließlich das Triumphirat der drei Strandfegerladies.Als letztendlich nur noch der Regen und kein Bus mehr kommt, ersterer ebenso sicher wie letzterer und von der Uhrzeit her ähnlich unvorhersehbar wie letzterer, beenden vier gewitzte Touristen ihre sightseeing Tour, besorgen die Vorräte für den Tag und freuen sich über all die TTs, die sie gespart haben, weil kein Bus sie zum "birdwatching & snorkeling" nach SPEYSIDE befördert hat …
(Fotos zu Alltag)

1 Kommentar:
Euch geht es wirklich gut, Ihr Lieben ! Bin schon ganz neidisch auf Eure tollen Eindrücke und hoffe, Ihr bleibt gesund und munter.
Franzi ist heute morgen nach Midwest geflogen. Viele Grüße von der Mosel
Heiner
Kommentar veröffentlichen