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Donnerstag, Dezember 20, 2007

... dann drei, dann vier, ...



… dann … Doch angesichts strahlender Ginsterbüsche, blühender Lupinen und Flecken gelber Rapsfelder kommen Zweifel auf, wer denn wohl dann vor der Tür stehen wird. Auch fehlen die Dominosteine, das Schmuddelwetter und jenes Gedudel in einschlägig dafür bekannten Straßenabschnitten, die uns an den bevorstehenden Weihnachtsmann glauben lassen.
Auch vermischen sich hier nicht die Düfte frisch gebrannter Mandeln oder freizügig ausgeschenkten Glühweins mit den Abgasen von Oldtimern jenseits aller Euronorm. Kein Hauch von Hektik in den Straßen, keine Tragetaschen mit weihnachtlichen Motiven; nicht mal die Post mahnt, Grußkarten und Päckchen möglichst frühzeitig aufzugeben …

Doch, es gibt verschämte Hinweise auf jenes Fest: Den Sturz oberhalb des Tresens unseres „Lieblings“restaurants ziert seit gestern eine Kette Tannengrün - Made by Bayer, über den Schultern der ausgestellten T-Shirts „I did it“ sind kunstvoll bunte Lamettastreifen geworfen (dem Dekoratör ist nix zu schwör) und an Türklinken, von Punktstrahlern und Fensterstürzen baumeln rote Geschenkschleifchen, die, hätten sie keine güldene Borte, eher an die Aidshilfe denn an das bevorstehende Fest der Liebe erinnerten. Und die fünf, sechs Plakate, auf denen irgendein Weihnachtsmann für günstige Kredite oder sonstige Sonderangebote wirbt, erinnern eher an vergessene Relikte lange zurück liegender Landtagswahlkämpfe.

So neigt sich für uns die Adventszeit friedlich wie lange nicht mehr dem Ende zu – herrlich, wenn mensch an Manches erst gar nicht großartig erinnert wird. Es gibt bestimmt noch Vieles, ohne dass sich gut klarkommen ließe, auch wenn es das nicht gäbe …

… Schule zum Beispiel …




(gewisse
Reminiszenzen …)

Mittwoch, Dezember 19, 2007

Von hinten auf den Hund ...

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… stürzten sich die Weihen im Vogelreservat El Calafates, um Bruno, eine der 678 üblicherweise in den Straßen des Ortes berbermäßig friedlich herumlungernden Tölen aus ihrem Jagd- und Nistgebiet zu vertreiben.


Die Rudeltiere, die sich jedem Zweibeiner anschließen, der ihnen völlig unabsichtlich einen nicht abweisenden Blick zugeworfen hat, und die ihm scheinbar unbeteiligt und uneigennützig bis vor die Pforten eines Supermarktes oder einer Bar folgen, um, je nach Geduld, auf ihn zu warten oder jedweden an seiner Stelle auf die Straße tretenden Menschen in der Hoffnung auf ein paar Streicheleinheiten (nicht nur der Mensch lebt nicht von Brot allein) für die nächsten Meter zu begleiten, haben eher nichts in diesem Gebiet zu suchen, in dem zwar Kühe und Pferde die Feuchtwiesen ebenso genießen dürfen wie die Zugvögel der nördlichen Hemisphäre, Haustiere, auch wenn es Straßenköter sind, jedoch höchst unerwünscht sind.

Bruno also schloss sich all den Vogelbeobachtern an, die gerade am nächsten standen oder gingen und übte sich gelegentlich in der Verfolgung von Karnickeln – allein, es fehlte ihm die Kondition. Dass er dabei gefährlich nahe an den Nestern der Weihen vorbei streifte, ärgerte die Greife gewaltig – und bot uns Zuschauern spannende Flugmanöver …
Die Paare, die sich Augenblicke zuvor heftigen Streit um Jagdgründe und die besten „Aussichtspunkte“ lieferten, attackierten abwechselnd den vierbeinigen Eindringling und widmeten sich erst wieder ihren Streitigkeiten, als Bruno schon lange das Weite gesucht hatte – ein Stück aus dem wirklichen Leben also …

Nach den majestätisch ausgewogenen Bewegungen der Kondore mithin „echte Äktschn“ …



(Fotos zu
Brunos Störungen)


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