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Freitag, November 23, 2007

EVANGELISTAS TRIFFT PIUS XI IMMER MITTWOCHS ABENDS!!!



… und das nicht etwa klammheimlich oder gar im Jenseits, sondern regelmäßig von Anfang November bis Ende März vor ausgesuchten Beobachtern. Wir durften miterleben, dass bei solchen gesegneten Begegnungen der Himmel nicht etwa weinte, wie neulich bei der Audienz zu San Rafael, sondern mit ein paar Strahlen Abendsonne den Gletscher just zu dem Moment ins rechte Licht rückte, als sich die Fähre mit dem Namen der Frohen Botschafter dem Jahrtausende alten Eisfluss näherte.

Pio XI ist deutlich mächtiger als San Rafael, gut doppelt so breit und stärker zerklüftet. Außerdem scheut er sich nicht, vor aller Augen zumindest kleinere Kälber ins eisige Wasser zu entsenden und dafür angehimmelt zu werden. An diesem Abend hatte er außerdem zartes Blau aufgelegt, wohl um von ein paar Staubflecken auf seinem weißen Gewande abzulenken …

Die ergreifende Szenerie und das Ambiente wurden selbst von der Küchenmannschaft gebührend respektiert, so dass reichlich anderthalb Stunden später als üblich zum Nachtmahl geläutet wurde …

Darauf stürzte sich dann auch die durch die „Naturschönheit“ aufgekratzte international bunt gemischte Schar der Passagiere, die sich auf ihrer Pilgerreise für Freunde der unberührten Natur nach Puerto Natales bereits vorher an vielfältiger Landschaft mit beeindruckenden Stimmungsbildern ergötzen durfte …

Nach den zwar hohen, doch eher lieblich in Grün getauchten Bergrücken, die sich an den Canales de Morlada und Messiers entlangzogen, gab nacktes Gestein entlang der Fjordküsten südlich von Puerto Eden aber auch jeden Einschnitt und jede Falte preis.

Und bei dem Engel gleichen Wetter ließ sich die geballte Schönheit der Natur auch gut über Tage hinweg ertragen. Na gut, der Pisco zur „Happy Sour“ half nicht unerheblich, die oftmals überwältigenden Impressionen zu verkraften und die gesegnete Nachtruhe zu finden…

Doch ach, auch die Engel sind nicht mehr das, was sie einmal versprachen …
Noch in der Nacht nach dem atemberaubenden Anblick (ja, ja, diese Wendung taucht hier erstmals auf …) von Pius XI weinte der Himmel ob des Abschieds zum Erbarmen. Und der folgende Tag zeigte, was gemeint ist, wenn Kenner prophezeien, dass hier ein Tag alle Jahreszeiten in sich bergen kann …
Der Landschaft tat es keinen Abbruch und uns auch nicht, nachdem gegen Mittag endlich wieder der Hochsommer angebrochen war, der sich bis zum späten Abend in Puerto Natales hielt …




(Fotos zur
Tour)

(link zur
Tourbeschreibung)

(link zu
pius xi)

(wikipedia zu
Puerto Natales)


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