Jedem Tierchen ...
.
… sein Pläsierchen.
Was den Blechkisten in Copacabana recht ist, soll den Haustieren in AREQUIPA billig sein. Zum
Jahrestag der Hl. Franz von Assisi segnet der Pfarrer dieser Kirche Vierbeiner, Gefiedertes und alles was dazu gehört. Ob große oder kleine Hunde, Katzen aller Rassen, Meerschweinchen (halten nur bis zum nächsten Familienfest), Kaninchen, Papageien oder Wellensittiche, die Viecher wahren eine Disziplin wie beim Tierarzt. Neutrale Zone vor und IN (!) der Kirche: Hier wird allenfalls gegen die Säulen gepinkelt, nicht jedoch gebellt, gefaucht oder geschrien. Ontogenetisch bedingte Aversionen bleiben zurück gestellt – der heilige Franz hätte seine wahre Freude gehabt. Wir haben allerdings nur hören können, dass der Pfarrer mit den Herrchen und Frauchen, nicht jedoch mit den Objekten der Segnung, kommuniziert hat – vielleicht fängt er ja erst an …
Während die einen auf den Hund gekommen sind und sich die anderen in aller Öffentlichkeit zu ihrem persönlichen Vogel bekennen, versammeln sich die „adultos majores“ ebenfalls in Reichweite des Hl. Franz, um Wege zu d
iskutieren, ihre miese Altersversorgung ein wenig aufzubessern: Eingaben bei den lokalen und regionalen Politikern werden verlesen, ein Brief an den Präsidenten zur Erinnerungen an Wahlversprechen entworfen und Renten ergänzende Gelegenheitsjobs verteilt.
Auch die Jugend ist auf der Straße und tritt gemeinsam mit ihren LehrerInnen für das Recht auf Bildung, auf Arbeit und auf Zukunft ein. Dass auch in einem Entwicklungsland wie Peru die KollegInnen für mehr Mittel und eine größere Gerechtigkeit in Sachen Bildung auf die Straße gehen – und das am Sonntag (!!!) – mag uns trösten …
Dass diese Demo nicht trocken und spröde, sondern als Fest aufbereitet ist, während dem die
SchülerInnen mit ihren LehrerInnen verdeutlichen, was sie alles gelernt haben, trotz der miesen Bedingungen, ist wohl eher peruanisch …
Wenn schon Sonntag, dann auch Kirche, zumindest Konvent: Sta. Catalina, eine Stadt in der Stadt, war eine Augenweide, auch wenn sie, den Hintergrund der Gründung und das Leben der „Insassen“ vor Augen, mentale Kopfschmerzen bereitet …
.jpg)
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen